So schön und aufregend ein neues Handy auch ist – so lästig sind manche Standardeinstellungen der Hersteller. Diese 5 nervige Dinge sollten Sie sofort ändern.

Sie kennen das – dieses kribbelnde Gefühl, wenn man ein neues Handy auspackt und zum ersten Mal in Betrieb nimmt! Doch um ehrlich zu sein, die anschließende Einrichtung ist alles andere als spannend. Obwohl es die Hersteller ja nur gut mit uns meinen, sind viele vorinstallierte Apps und Einstellungen entweder überflüssig oder nervig. Hier sind 5 Dinge, die Sie auf einem neuen Handy unbedingt ändern oder deinstallieren sollten.

1. Bloatware deinstallieren

Statt jungfräulichem Handy bekommen Sie heutzutage ein Gerät mit allerlei vorinstallierten Apps, die kein Mensch braucht. Das ist deswegen ärgerlich, weil diese Apps trotzdem Speicherplatz und Akku beanspruchen, obwohl sie sie überhaupt nicht nutzen. Daher lautet der erste Schritt: Weg mit der Bloatware! Deinstallieren Sie alle überflüssigen Apps und räumen Sie das Display auf.

Auf iPhones mit iOS 14 oder neuer halten Sie dazu den Finger auf der jeweiligen App gedrückt, bis sich ein Menü mit „App entfernen“ öffnet. Ältere iOS-Versionen versetzen die App durch Drücken in einen Wackel zustand mit einem Minuszeichen rechts oben.

Auf Android-Handys halten Sie den Finger ebenfalls auf der App gedrückt, bis sich ein Menü mit der Option „App deinstallieren“ öffnet.

Bloatware deinstallieren

2. Tastentöne ausschalten

Bis heute lässt sich darüber rätseln, warum Hersteller die Tastentöne auf neuen Handys aktivieren. Was definitiv klar ist: Töne und Vibration bei Tastenanschlägen sind nervig und alles andere als hilfreich. Zum Deaktivieren dieser fragwürdigen Funktion müssen Sie Folgendes tun:

  • iPhone: Ă–ffnen Sie die Einstellungen > Töne & Haptik > Tastaturanschläge und deaktivieren Sie beides.
  • Android: Ă–ffnen Sie die Toneinstellungen und deaktivieren Sie alle Töne und Interaktionen, die Sie nicht benötigen. PrĂĽfen Sie auch die Tastatureinstellungen, falls Sie eine andere Tastatur als die voreingestellte nutzen.

Tastentöne ausschalten

3. Klingeltöne ändern

Standardtöne haben einen entscheidenden Nachteil: Wenn jeder sie nutzt, kommt es schnell zur Verwechslungsgefahr. Tun Sie sich selbst und allen anderen einen Gefallen, indem Sie Ihre Klingeltöne personalisieren – an der Auswahl scheitert es auf keinen Fall.

Auf iPhones können Sie Ihren Klingelton unter Einstellungen > Töne & Haptik > Klingeltöne ändern. Android-Nutzer finden die Funktion in den Toneinstellungen.

4. App-Bewertungen deaktivieren

Wer kennt es nicht – diese nervigen Pop-ups in Apps, die Sie um ein Feedback im App bzw. Play Store bitten! Was viele nicht wissen: Sie können diese App-Bewertungen deaktivieren!

Auf dem iPhone müssen Sie dafür zu den Einstellungen > App Store navigieren. Dort finden Sie etwas weiter unten im Menü die Option In-App Bewertungen, die Sie per Schieberegler deaktivieren können.

Auf Android öffnen Sie zuerst die Play Store App und dort die Einstellungen. Unter „Allgemein“ klicken Sie dann auf die Option „Google Play Store-Feedback“ und deaktivieren dort die beiden Funktionen „An Umfragen … teilnehmen“.

App-Bewertungen deaktivieren

5. Akkueinstellungen optimieren

Damit Ihr funkelnagelneuer Akku möglichst lange fit bleibt, sollten Sie ihn von Anfang an richtig nutzen und schonen. Eine eher problematische Funktion ist zum Beispiel das Schnelladen. Warum Schnelladen mit Vorsicht zu genießen ist, haben wir in diesem Artikel beschrieben. Viele Handys haben diese Funktion ab Werk aktiviert, was Ihren Akku unnötig belasten kann.

Zum Ändern der Funktion öffnen Sie ganz einfach die Akkueinstellungen. Klicken Sie dort auf eine Schaltfläche wie „Weitere Akkueinstellungen“ (Bezeichnung ist abhängig vom Hersteller) und suchen Sie nach „Schnelladen“.

Am schnellsten ruinieren Sie einen Akku durch Komplettentladungen oder ständiges Vollladen. Dafür hat Samsung eine praktische Funktion entwickelt, mit der Sie nur bis 85 % aufladen. So können Sie Ihr Handy entspannt über Nacht laden und müssen sich nicht darum sorgen, dass der Akku Schaden nimmt.

Eine weitere praktische Funktion ist der sogenannte „Adaptive Akku“. Ist dieser aktiviert, merkt sich das System, welche Apps Sie wie häufig nutzen. Darauf basierend begrenzt es den Akkuverbrauch für selten verwendete Apps und schickt diese in einen tiefen Standby-Modus.

Akkueinstellungen optimieren

Und was ist mit Drittanbieter-Apps zur Akkuoptimierung? Unsere Meinung: Das braucht es nicht. Nutzen Sie lieber die Bordmittel Ihres Herstellers, denn jede weitere App zieht nur noch mehr Speicher und Akku. AuĂźerdem wissen Sie nie genau, wie solche Apps Ihr System anderweitig beeinflussen.

Quelle: www.pcwelt.de